Aktuelle Themen

Editorial: Pandemie mit Folgen bei der Unternehmensnachfolge

Wichtig für die Unternehmerberatung und ein Thema, an das nicht jeder sofort denkt: Die aktuelle Corona-Pandemie kann Auswirkungen auf bereits erfolgte begünstigte Schenkungen von Betriebsvermögen haben. Im Mittelpunkt: die Lohnsumme. Sie sinkt grundsätzlich, wenn bspw. nur noch Kurzarbeitergeld bezahlt wird. Doch das muss nicht nur Nachteile haben. Lisa Riedel von Flick Gocke Schaumburg hat sich mit der Thematik auseinandergesetzt und gibt Empfehlungen.

Ein weiteres hochaktuelles Thema: Wirecard. Für manchen Vermögensverwalter ergeben sich hier peinliche Gespräche. Der Alken Fund – European Opportunities erlebt bspw. gerade ein Wirecard-Desaster. Der Fonds musste in der letzten Woche an einem einzigen Tag mehr als 7% Verlust ausweisen. Der Fondsmanager hat die Wirecard-Aktie mit mehr als 10% gewichtet. Daraus leitet sich für Jörg Richter von IQF die Frage ab: Wie geht gute Diversifikation bei der Aktienanlage?

Vorsorgevollmacht in Österreich

Blicken wir nach Österreich. Der Oberste Gerichtshof (OGH) vermutet eine beschränkte Entscheidungsfähigkeit des Vollmachtgebers, wenn zwischen Abschluss und Wirksamwerden der Vorsorgevollmacht ein zu kurzer Zeitraum liegt. Nikola Leitner-Bommer von LeitnerLaw Rechtsanwälte weiß, wie man damit umzugehen hat.

Und noch ein Thema, das nicht nur österreichische Vermögensverwalter umtreibt. Mit Beginn des Jahres 2020 wurde im Wirtschaftlichen Eigentümer Register Gesetz die 5. Geldwäsche-Richtlinie umgesetzt. Während eine Einsicht in das Register bisher nur ausdrücklich genannten Personengruppen und Behörden bzw. anderen Personen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich war, wurde jetzt eine öffentliche Einsicht (= Einsicht für jedermann) ganz unabhängig von der Darlegung eines berechtigten Interesses gesetzlich verankert. Was das im Einzelnen bedeutet, sagt Yvonne Schuchter-Mang von LeitnerLeitner Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Verwaltungsratstätigkeit in der Schweiz

In der Schweiz spielt ein anderes Thema eine aktuelle Rolle, auch in der Vermögensberatung. Die Erbringung einer Verwaltungsratsleistung durch Zurverfügungstellung eines Verwaltungsrates durch eine Dienstleistungsgesellschaft führt zu Verschiebungen in der Steuer- und Sozialabgabepflicht. Diese schaffen Gestaltungsspielraum in nationalen und internationalen Fallkonstellationen. Solche Gestaltungen eröffnen nicht nur Chancen, sondern können auch ihre Tücken haben, erläutern Daniel Lehmann und Ruth Bloch-Riemer mit Christina Rüdisühli von Bär & Karrer AG, Zürich.

Jan Frederik Bron von Flick Gocke Schaumburg befasst sich mit einer Entscheidung des FG Münster. Danach ist eine Stiftung & Co. KG keine gewerblich geprägte Personengesellschaft i.S.v. § 15 EStG. Dies kann sowohl vorteilhaft als auch nachteilig sein.

Und zu guter Letzt bringe ich ein 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln ins Gespräch. Sein Tenor: Existieren zwei Originale eines Testaments, genügt die Vernichtung nur eines der beiden Dokumente. Jedenfalls dann, wenn der Aufhebungswille des Erblassers feststeht.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und grüße herzlich

Ihr Ralf Vielhaber


Datum 07-07-2020

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