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Editorial: Stiftungen verschenken Erträge

Die Ertragslage vieler, vor allem kleinerer Stiftungen wird immer schwieriger. Nur noch 65% der Stiftungen erwarteten für das Jahr 2017 eine Rendite über der Inflationsrate – in den Jahren 2015 und 2016 waren es noch über 80%. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands Deutscher Stiftungen (BVDSt; die Stu- die des Bundesverbands ist kostenlos einsehbar unter https://tinyurl.com/y738kvge).

Der Rendite-Durchschnitt liegt in Deutschland bei 3,8%, der Medianwert bei 3,3%. Aber: Mit einer Rendite von 6% im Jahr 2014 übertrafen Stiftungen, die ein Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro verwalten, beide Werte deutlich. 2% mehr mit anderer Anlagepolitik Mit einer veränderten Anlagepolitik ließen sich 2% mehr erwirtschaften. Dies ergibt eine Simulation von Referenzportfolios für unterschiedliche Anlagepolitiken deutscher Stiftungen sowie ein Vergleich mit Yale (Spitzenreiter der US-Universitätsstiftungen).

Ein Grund für die schwierige Vermögenslage ist ein hartnäckiges Fehlurteil. Viele Stiftungen glauben, beinahe risikolos anlegen zu müssen. Doch „auslegungsbedürftige Regulative ... definieren in keiner Weise, dass Stiftungen riskantere Anlageformen meiden müssen“, meint der deutsche »Papst des Stiftungsrechts«, Prof. Rainer Hüttemann.

Die Folge: zu geringe Aktien-, zu hohe (Staats-)Anleihenquoten in den Portfolios. Mindestens 40% Aktien sollten es jetzt sein, sagt die BVDSt-Studie.

Prüfinstanzstudie zeigt, dass es besser geht

Bis zu 6,8% versprechen auch Vermögensverwalter im Markttest der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ einer Stiftung aus Bayern. Sie hatte 4 Mio. Euro zur Verwaltung ausgeschrieben. Die Prüfinstanz half maßgeblich bei der Vermögensverwalter-Suche. Kernziel der Stiftung war eine jährliche Ausschüttung von mindestens 100.000 Euro. (Die vollständigen Ergebnisse lesen Sie im Fuchs Report »Stiftungsvermögen 2018 – Das Ziel: Hohe Erträge« erhältlich im Fuchsbriefe-Shop).

6 Banken lösen Aufgabe mit Bravour

Am besten lösten die Aufgabe sechs Banken. Das waren die Oddo BHF Bank, die BW-Bank, die Bank für Kirche und Caritas, Donner & Reuschel, die Deutsche Bank sowie die liechtensteinische LGT Bank.

Die Nummer 1 unserer »Ewigen Bestenliste« ist die BW-Bank.  Fazit: Deutsche Stiftungen geben sich etwas leichtfertig und unreflektiert mit zu niedrigen Erträgen zufrieden. Das scheint sich nur langsam zu ändern, findet

Ihr Ralf Vielhaber


Datum 05-06-2018

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FUCHS-
Report

TOPs 2018: Raus aus dem Euro
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Die besten Vermögensverwalter