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Editorial: Neues Jahr, neues Glück

Guten Morgen und ein erfolgreiches neues Jahr! 2020 wartet im Bereich der Vermögensberatung mit einer Reihe Neuerungen im Inland sowie in Österreich und der Schweiz auf. Vor allem unternehmerisch tätige Kunden sind (wieder einmal) besonders betroffen.

Jan Bron von Flick Gocke Schaumburg (FGS) zeigt auf, dass die Verschärfung bei der steuerlichen Verlustverrechnung zu neuen Kapitalanlagestrategien zwingt. Das betrifft also Sie als strategischen Vermögensberater. Zugleich weist der Steuerexperte auf Planungen des Gesetzgebers zur Verschärfungen bei der Wegzugsbesteuerung hin – auch dies sollte in ihre vermögensstrategische Beratung einfließen.

Was wiederum von pauschalbesteuerten Personen in der Schweiz zu beachten ist, wenn sie dort Tätigkeiten ausüben, die so ausgelegt werden können, dass sie auf einen Erwerb ausgerichtet sind, zeigt Daniel Lehmann von Bär und Karrer auf. Mit der zunehmenden Transparenz in den Bereichen Medien, Social Media und Automatischem Informationsaustausch könnten sich vermehrt heikle Abgrenzungsfragen stellen, so Lehmann.

Yvonne Schuchter von Leitner-Leitner macht auf die jüngste Rechtsprechung in Österreich aufmerksam. Sie betrifft die umsatzsteuerrechtlichen Konsequenzen bei der Vermietung von Wohnimmobilien an Gesellschafter und untersagt den Vorsteuerabzug, wenn eine Immobilie mit der Absicht erworben oder hergestellt wird, um diese unentgeltlich an einen Gesellschafter oder an eine diesem nahestehende Person zum Gebrauch zu überlassen.

Es gibt aber auch positive Meldungen aus dem Reich der Steuergesetzgebung soweit sie das (unternehmerische) Vermögen betreffen. So erleichtert ein aktuelles BMF-Schreiben Umstrukturierungen im Zusammenhang mit der vorweggenommenen Erbfolge erheblich, meint Lisa Riedl von FGS.

Nicht so erfreulich sind wiederum die Ergebnisse des Vermögensverwalter-Wettbewerbs im Bereich des diskretionären Managements von Stiftungsvermögen. Im Performance-Projekt 3, das nach 5 Jahren Laufzeit soeben zu Ende ging, haben die aktiven Portfoliomanager nicht überzeugt, muss ich leider berichten.

Und mein Partner in der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ, Jörg Richter, macht deutlich, dass Kunden von Vermögensverwaltern derzeit zwar ein erhöhtes Risiko eingehen müssen, aber dafür meist nur unzulänglich entschädigt werden. Grund sind die Fixkosten der Vermögensverwaltung.

Herzlich grüßt Sie und sagt "Neues Jahr, neues Glück"

Ihr Ralf Vielhaber


Datum 07-01-2020

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